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Trauer erwärmen

In Pfarrgemeinden, Krankenhäusern, Alteneinrichtungen, ärztlichen und therapeutischen Praxen, in Beratungsstellen und Diensten der Palliativversorgung nimmt die Beschäftigung mit Krisen, Leid und Trauer einen immer größeren Raum ein. Auch viele Erkrankungen werden in Zusammenhang mit diesen existentiellen Lebenseinschnitten gesehen. Der natürliche Zugang zu einer (Verlust-)Krise, die als zwar äußerst schmerzlicher, aber letztlich lebensnaher, vielleicht sogar lebensfördernder Prozess verstanden sein will, scheint verloren gegangen zu sein. Immer mehr Menschen, die sich in Krisen von Krankheit, Trennung, Todesbedrohung und Verlust befinden, suchen verstärkt nach kompetenter Unterstützung.

 In diesem Rahmen will das Seminar Trauer erwärmen dazu beitragen, dass Praktiker:innen in den verschiedenen Einrichtungen und Tätigkeitsfeldern das komplexe Phänomen des schmerzlichen Verlustes besser verstehen lernen, damit sie Trauernde unterstützen können, dieser Erfahrung zu begegnen. Auseinandersetzung mit eigenen Verlusterlebnissen und Trauerprozessen, Vermittlung von Wissen und Einüben praktischer Begleitungsstandards halten sich in diesem 5-Wochen-Seminar die Waage. Die Qualifizierung erfolgt in Übereinstimmung mit den Qualitätskriterien des Bundesverband Trauerbegleitung (BVT e.V.) für die „Große Basisqualifizierung“ mit 200 Unterrichteinheiten und endet mit entsprechender Zertifikatsverleihung.

 

Inhalte

Zentrale Methode ist die ERWÄRMUNG. Erwärmung ist zunächst eine Aktionsmethode aus dem Psychodrama. Sie erlaubt eine besondere Einfühlung in die Situation eines anderen Menschen. In der Trauerbegleitung hilft „Erwärmen“, den Kontakt zwischen den Trauernden und den Begleitenden zu verlebendigen, den Begleitenden die Erlebnisinhalte der Trauernden zu erschließen und die Projektion der Begleitenden auf die Trauernden zu minimieren. Gleichzeitig mildert die Erwärmung die Erfahrung von Trauerkälte und Trauereinsamkeit. Durch das Erwärmen der eigenen Trauergefühle gelingt es den Trauernden, die Erinnerung an den verlorenen Menschen zu bergen und in sein neues Leben, in seinen neuen Weltbezug „hineinzuretten“. Erwärmung ist auch eine Haltung. Sie zielt nicht auf Loslassen, sondern auf eine erneuerte, vertiefte, integrative, verinnerte Bindung. Weitere Methoden u.a.: Selbsterfahrung, Wahrnehmungs-übungen, Bildbetrachtung, kreatives Gestalten, Schreibwerkstatt, Gesprächsführung, Körperarbeit, Systemische Familientherapie, Gestalt- und Psychodrama, Rollenspiel und Übungen zur Psychohygiene.

 

Form und Dauer des Kurses

Die Weiterbildung umfasst 5 Teile mit insgesamt 200 Unterrichtseinheiten. Darüber hinaus sind zwischen den einzelnen Teilen Hausaufgaben zu erstellen, fünf Supervisionstermine und in Peergruppen- Treffen zu absolvieren.

 

 

Termine

Teil 1: 31.3. - 4.4.2025, Teil 2: 23.6. - 27.6.2025, Teil 3: 8.9. - 12.9.2025, Teil 4: 3.11. - 7.11.2025, Teil 5: im ersten Quartal 2026
Kurszeiten: Mo: 11.00 Uhr – 17.00, Di. bis Do.: 09.00 – 17.00, Fr.: 9.00 – 13.00 Uhr

 

Referent:innen: Monika Müller, Sylvia Brathuhn, Thorsten Adelt

 

Zielgruppe: Menschen, die in ihrer beruflichen Tätigkeit mit dem Thema Verlust und Trauer konfrontiert sind

 

Gebühr: € 3.120 € 

Anmeldeschluss: 20.2.25
Die Teilnahmegebühr enthält die Kosten für den Kurs, sämtliche Kursmaterialien und Bescheinigungen, die Begleitung und Korrektur der Hausarbeiten sowie die Verpflegung 

 

Kursort: Haus Giersberg, Hasenweg 27, 53125 Bonn

Übernachtung in Haus Giersberg: € 53,50 / Nacht

Frühstück: € 9,50

Frühstück und Abendessen: € 18

 

Fragen zum Kurs: Monika Müller, info@monikamueller.com
Fragen zu Haus Giersberg: Tel: (0228) 9663780, info@haus-giersberg.de

 

Anerkennung: Der Kurs ist durch den Bundesverband Trauerbegleitung (BVT) anerkannt und kann mit 50 % der Unterrichtseinheiten auf das Mildred Scheel Diplom angerechnet werden.

 

Kooperation: Akademie für Palliativmedizin Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg


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